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Winter im Gebirge

Oberbayern

Winter im Gebirge

© iStock.com/sedrun

Winter im Gebirge

Wenn der Winter ins Gebirge einzieht, beginnt für die dort lebenden Tiere eine schwierige Zeit. Viele wandern der Schneegrenze hinterher, im Sommer leben sie in den Hochlagen, im Winter wandern sie so weit wie möglich ins Tal. Oftmals gibt es noch an waldreichen Hängen ausreichend Deckung und Futter. Die Tiere im Gebirge haben aber viele andere Tricks auf Lager, um den langen und schneereichen Winter gut zu überstehen. Murmeltiere zum Beispiel halten einen ausgedehnten Winterschlaf für sieben Monate. Sie fressen sich im Herbst große Fettreserven an und legen sich dann zum Schlafen in ihren Bau unter der Erde, wo sie verweilen. Die Atmung sinkt in dieser Zeit auf etwa zwei Züge pro Minute. Die im Sommer grau-braunen Schneehasen tarnen sich im Winter mit einem schneeweißen Fell und sind so für ihre Feinde nahezu unsichtbar. Lange Haare an den Hinterpfoten verhindern, ähnlich wie Schneeschuhe, ein Einsinken im Schnee. An sehr kalten Tagen legen sich mehrere Schneehasen nebeneinander und wärmen sich somit gegenseitig. Das Alpenschneehuhn schützt sich mit einem dichten Federkleid vor den eisigen Temperaturen. In sogenannten Schneekammern zwischen größeren Sträuchern wärmen sich kleinere Scharen aus Schneehühnern gegenseitig und sind zudem vor starkem Schneefall geschützt. Gämsen sparen im Winter möglichst viel Energie und bewegen sich nur, wenn es notwendig ist. Ihr dichtes Winterfell verhindert Wärmeverluste und die schwarze Fellfarbe zieht zusätzlich Wärme durch Sonnenstrahlen an. Die Kletterkünstler der Berge gebären ihre Kitze sehr früh im Jahr, damit die jungen Gämsen im Herbst groß und stark genug sind, um selbstständig durch den Winter zu kommen.
Der Alpensalamander hingegen zieht sich während den Wintermonaten in unterirdische Verstecke zurück und verfällt in eine lange Winterstarre. Im Gebirge herrschen mit kurzen Sommern und langen Wintern schwere Bedingungen. Die Tiere und Pflanzen im Alpenraum haben unterschiedliche Mechanismen entwickelt, um über den Winter zu kommen, reagieren jedoch äußerst empfindlich auf Störungen. Das Gebirge ist somit ein Lebensraum, in dem sich der Mensch sehr behutsam verhalten sollte.

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