Connect with us

Freizeit & Sport

Radln mit Stil

Anzug Radler oder Radl-Rambo. So unterschiedlich die Radmodelle sind, so unterschiedlich sind die Typen, die darauf sitzen.

Die Alpgold-Redaktion stellt einige vor:
Eine Typologie, in der sich so mancher selbst erkennen mag. Beim Lesen ist Selbstironie gefragt.

Der Anzug Radler

Hauptsache das Jackett sitzt und die Anzughose bekommt kein Kettenfett ab, so des Anzug Radlers Divise. Er tritt gemächlich vor sich hin. Sein Credo: bloß nicht ins Schwitzen kommen! In die lederne Aktentasche auf dem Gepäcksträger passt kein Ersatz-Anzug.
Das Gefährt: ein schwarzes, stilvolles Klapprad, das es by the way mittlerweile auch mit Elektromotorantrieb gibt.

Der Hollandradler

Der Hollandradler sitzt gemütlich hoch zu Rad. Ihm scheint es nicht zu pressieren. Der Hollandradler hat gerne ein Hündchen im Körbchen sitzen oder der Hund trabt nebenher. Meist ist der Hollandradler eine Hollandradlerin, die Radldresses für überflüssig hält, dafür aber top gestylt auf dem Rad thront.
Das Gefährt: ein beigefarbenes, rosarotes oder babyblaues Hollandrad mit Körbchen am Lenker – oft mit Blumenzierde.

Der Lastenradler

Wer ein Lastenrad hat, braucht keinen Kombi oder Van. Der Lastenradler transportiert entweder ein bis zwei Kinder, den Einkauf vom Bio-Laden oder beides. Seine Mission: wenig Emission! Er sieht zwar nicht sonderlich sportlich aus, ist es aber. Er muss kräftig in die Pedale treten. Das Gefährt: ein Kombi oder VW-Bus mit Pedalen, hie und da mit Elektromotorantrieb.

Der Radkurrier

Auch der Fahrradbote trägt Lasten – auf dem Rücken allerdings, im wasserdichten LKW-Planen-Rucksack. Er ist quasi ein radelnder LKW-Fahrer, der Geschäftsstellen oder Privatpersonen die Bestellungen bringt, oft auch einen Pizzakarton liefert. Ihm pressiert es. Auf dem Radweg schert er permanent zum Überholen aus. Auf der Straße, die ihm besser taugt als der Radweg, überholen ihn die Autos. Der Radkurrier ist gefährlich unterwegs, trägt deshalb meist einen Helm. Das Gefährt: ein herkömmliches Rad, funktionstüchtig – ohne Schnickschnack.

Der Radl-Rambo

Wer bremst verliert! Der Radl-Ramo käme selbst bei Gewühl in der Fußgängerzone, bei dichtem Autoverkehr auf der Straße oder bei roten Ampeln nie auf die Idee, anzuhalten.
Das Gefährt: ein Rad ohne- oder wenn mit-, mit kaputter Bremse.

Der Discoradler

Den Discoradler erkennt man sofort. Seine Kennzeichen: eine neon­gelbe Weste mit Lichtreflektoren, ein USB-LED-Licht vorne und hinten am Rad und am Helm. Und er trägt diverse Klettbänder mit Reflektorenstreifen – überall am Körper. Er will und muss auffallen. Tagein tagaus fährt er mit dem Rad zur Arbeit und wieder heim – oft im Dunklen und vor allem bei jedem Wetter.
Das Gefährt: ein Treckingbike, voll verkehrstüchtig.

Der E-Biker

Seine Ausrüstung: ein Helm, eine Lenkertasche mit Landkarte, ein Vorder- und Rücklicht, einen Tacho. Der Tacho zeigt 10 Stundenkilometer Geschwindigkeit an, wenn er selbst tritt, wenn er den Elektromotor anschaltet 20. Meist ist er mit seiner Frau unterwegs, die brav hinter ihm herradelt.

Der heimliche E-Biker

Er ist nur halb so sportlich, wie er aussieht. Gerne fordert er andere Radfahrer zum Wettrennen heraus und liebt es, an ihnen vorbeizuziehen.
Das Gefährt: ein sündhaft teures, super sportlich aussehendes E-Bike mit verstecktem Motor.

Der Mountainbiker

Der Mountainbiker ist stets im urbanen Terrain unterwegs – und immer dreckig. Oft hat er braune Spritzer im Gesicht. Er trägt einen Helm auf dem Kopf und einen Rucksack am Rücken. Mountainbiker, die einen Helm tragen, der einem Motorradhelm gleicht, sind Spezis: Downhiller. Sie lieben es, wen es durchs urbane Gelände bergab geht, lieben es hinzufallen und tapfer wieder aufzustehen.
Das Gefährt: ein Mountainbike, vollgefedert oder nur mit Vorderradfeder.

Der Windschnittige

Jede Fahrt eine Trainingseinheit, so des Windschnittigen Devise. Dem Windschnittigen ist jedes Gramm ein Gramm zu viel. Sein Outfit daher: eng anliegend, funktionsorientiert, raceorientiert. Der Windschnittige ist durch und durch ein Sportler und ist stets mit mindestens einem 30-er Schnitt unterwegs – am liebsten auf der Landstraße.
Das Gefährt: ein Rennrad aus Carbon, das sich mit einem Finger anheben lässt.

Der Fashionist

Bei ihm ist alles aufeinander abgestimmt. Das Trikot passt zum Schriftzug am Radrahmen, Helm und Socken passen auch dazu.
Das Gefährt: ein blitzeblank geputztes Rennrad.

Der Retrobiker

Der Retrobiker fährt normal schnell, normal kleiden tut er sich nicht. Er hat Style. Vom Hut bis zu den Sneakers ist sein Outfit sehr modern.
Das Gefährt: ein Vintage–Rad, oft ein Rennrad aus den 70ern, 80ern oder frühen 90ern.

Kommentare lesen

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mehr in Freizeit & Sport

Werbung HANF ALM
Werbung
Werbung Booking.com

ALPGOLD ONLINE LESEN

Beliebteste

Facebook


To Top
Translate »