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Fleißige Bienchen

Fotos: © marina_foteeva

Reportage

Fleißige Bienchen

Ein Bienenvolk besteht aus bis zu 80.000 Bienen. Das Zentrum und „Herzstück“ jedes Bienenvolkes ist die Bienenkönigin, die unter anderem für das Legen der Eier zuständig ist. Eine Bienenkönigin wird bis zu fünf Jahre alt. Die Arbeiterinnen sind für das Wohlergehen des Bienennachwuchses zuständig, sue sammeln Nahrung und haben eine Lebenserwartung von höchstens einem Jahr. Die männlichen Drohnen begatten junge Königinnen, anschließend sind sie im Stock überflüssig und werden von den Arbeiterinnen getötet. Aus befruchteten Eiern entstehen dabei weibliche Bienen, also Arbeitsbienen und Königin, und aus unbefruchteten Eiern Drohnen. Dabei gibt es ca. 30.000 bis 40.000 verschiedene Bienenarten.
Bei täglich 10 Ausflügen mit 20 Blütenbesuchen bestäubt eine Sammelbiene 200 Blüten am Tag. Bei einem Bienenstock, der aus 30.000 – 50.000 Bienen entsteht, ergibt sich eine Tagesleistung von 200.000 besuchten Blüten, denn nicht jede Biene ist eine Sammelbiene. Eine Biene legt in ihrem Leben 8000 km zurück.
Etwa 10 bis 20 kg Honig lässt sich aus einem durchschnittlichen Bienenstock pro Jahr gewinnen. Für 1 kg Honig wird die dreifache Menge an Nektar benötigt.
Das Honigsammeln hängt von vielen Faktoren wie Regen, Wind, Temperaturen, von der Bodenbeschaffenheit und Ertragsmöglichkeit durch die Flora ab. Ein Volk benötigt ca. 70 kg Honig zur Energieversorgung und ca. 25 kg Pollen zur Eiweißversorgung –
der Imker sammelt nur das, was die Bienen darüber hinaus produzieren. Die Biene prägt sich nach verlassen ihres Stocks die Umgebung ganz genau ein. Mit Hilfe der Sonne und dem Erdmagnetismus findet die Biene nach einem Ausflug wieder den Weg nach Hause in den Bienenstock.
80 % der Pflanzen sind auf die Bestäubung durch Insekten wie Bienen angewiesen. Dies gilt für Wildpflanzen ebenso wie für Nutzpflanzen. Besonders im Obstbau kann der Ertrag durch Bienenbestäubung um ein Vielfaches gesteigert werden.
Das Verschwinden von ganzen Bienenpopulationen ist Weltweit ein sehr ernstes Problem. Seit 2006 wird in vielen Ländern ein starker Rückgang an Bienenvölkern verzeichnet. Monokulturen und der verstärkte Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden hat verheerenden Auswirkungen, denn Honigbienen sammeln auch mit Insektiziden verunreinigten Nektar, der im schlimmsten Fall Auswirkungen auf das ganze Bienenvolk haben kann. Pestizide beeinträchtigen den Navigationssinn der Bienen, schaden der Brut und schwächen ihr Immunsystem.
Auch die Einschleppung der Varroa Milbe und anderer Parasiten haben ernste Auswirkungen auf die Populationen der Bienen.
Was kann man gegen das Bienensterben tun?

1. Bio-Lebensmittel kaufen

Diese werden nicht mit giftigen Spritzmitteln und synthetischen Düngern behandelt.
Auch bieten viele kleinere Bio-Höfe durch Fruchtwechsel und Brachflächen einen vielfältigen Lebensraum für Insekten.

2. Natürlichen Pflanzenschutz verwenden

Synthetische Pflanzenschutzmittel und Dünger sind pures Gift für Insekten. Um die Pflanzen im Garten dennoch vor Schädlingsbefall zu schützen, sind natürliche Methoden, wie der Einsatz von Nützlingen oder pflanzenbasierte Unkrautvernichter und Dünger, die bessere Alternative.

3. Insektenhotels

Insektenhotels bestehen aus natürlichen Materialien wie Holz, Baumrinde, Bambus und Steinen. Sie bieten im Garten, im Hinterhof oder auf dem Balkon eine naturnahe Unterschlupf- und Nistmöglichkeiten für Insekten wie Hummeln, Wildbienen, Marienkäfer oder Schmetterlinge.

4. Blumen im Garten wachsen lassen

Insekten brauchen Vielfalt: Wildblumenwiesen, heimische Stauden und Hecken bieten Insekten Lebensraum und Nahrung. Daher im Garten nicht regelmäßig den Rasen mähen, sondern ruhig ein bisschen wild wachsen lassen.

5. Auf Mückensprays verzichten

Bestimmte Pflanzen und Kräutern, ätherischen Ölen oder Kaffee sind natürliche Mittel, die Mücken und Wespen von der Wohnung und Terrasse fernhalten. Denn giftige Mückensprays sind tödlich für Insekten und schädlich für die menschliche
Gesundheit.

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