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DIALOGE 2020: Mit Sicherheit kein Abstand zur zeitgenössischen Musik!

© Trio Catch / Lennard Ruehle

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DIALOGE 2020: Mit Sicherheit kein Abstand zur zeitgenössischen Musik!

20. bis 29. November 2020

Seit mittlerweile 15 Jahren sind die DIALOGE aus dem Kulturgeschehen in der Stadt Salzburg nicht mehr wegzudenken. Auch in Corona-Zeiten wird das zeitgenössische Musikfestival der Stif-tung Mozarteum Salzburg wie gewohnt im Spätherbst 2020 stattfinden – heuer vom 20. bis 29. November. „Trotz Sicherheitsabstand, oder gerade deswegen, ist es uns wichtig im Dialog zu blei-ben“, so Festival-Chef Andreas Fladvad-Geier und fügt hinzu: „Der DIALOGE-Dialog wird Be-sucherInnen, KünstlerInnen, Musik verschiedener Zeiten und Stile zusammenbringen, auch wenn die 2020er-Ausgabe mehr Sensibilität und Flexibilität verlangt. Wir planen ein musikalisch aufre-gendes Festival für Stadt und Land Salzburg, auf das sich Kenner wie Neulinge gleichermaßen ein-lassen können!“ Die DIALOGE gehen den eingeschlagenen Weg auch im Corona-Jahr 2020 kon-sequent weiter: Tradiertes wird hinterfragt, die Kommunikation von KünstlerInnen mit dem Pub-likum forciert und Konzertformate anders gedacht. Das Festival bringt eine Mischung aus Experi-menten und Entdeckungen, Genregrenzen werden aufgesprengt und so verbinden sich Alte & Neue sowie elektronische und populäre Musik stimmig mit spannenden Uraufführungen. Zum DIALOGE-Festival reisen hochkarätige und so unterschiedliche KünstlerInnen und Ensembles wie Helmut Lachenmann, Daniel Hope mit dem Zürcher Kammerorchester, Elektro Guzzi mit dem Stuttgarter Kammerorchester, Mirga Gražinytė-Tyla mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra, BartolomeyBittmann, oder Christoph Sietzen zusammen mit dem L’Orfeo Barockorchester an die Salzach.

Die DIALOGE feiern Helmut Lachenmann

Beim Eröffnungs-Dialog treffen zwei Komponisten-Generationen aufeinander: Helmut La-chenmann und Johannes Maria Staud, danach folgt die „Nacht der KomponistInnen“ (Fr 20.11.). Die DIALOGE ehren am ersten Wochenende diesen ganz großen zeitgenössischen Kom-ponisten – in enger Kooperation mit der Universität Mozarteum: Helmut Lachenmann feiert am 27. November seinen 85. Geburtstag. Lachenmann wird bei den ihm gewidmeten Konzerten anwesend sein bzw. auch selbst auf der Bühne stehen. Zudem wird er an der Universität Mo-zarteum Workshops abhalten. Den Auftakt für die Geburtstagsfeierlichkeiten gestaltet das Trio Catch, die jungen Musikerinnen haben sich der aktiven Vermittlung zeitgenössischer Musik ver-schrieben. Sie verbinden Lachenmann mit Protagonisten der jüngeren KomponistInnen-Genera-tion, wie Johannes Maria Staud und Mirela Ivičević (Sa 21.11.). Studierende der Universität Mo-zarteum präsentieren gemeinsam mit dem oenm . oesterreichisches ensemble fuer neue musik unter der Leitung von Johannes Kalitzke einen Querschnitt durch Lachenmanns Werk (So 22.11.). Der Komponist fungiert bei „…Zwei Gefühle… – Musik mit Leonardo“ selbst als Sprecher.

Dieses Konzert steht exemplarisch für die musikalisch offene Vielfalt des DIALOGE-Festivals: Klassischer Streicherklang und elektronische Sounds verschmelzen beim Aufeinandertreffen der Wiener Live-Techno-Band Elektro Guzzi mit dem Stuttgarter Kammerorchester (Sa 21.11.) Dem Crossover-Konzertabend liegen John Adams‘ „Shaker Loops“ zugrunde, Elektro Guzzi nimmt sich Teile davon heraus und setzt sie in den Kontext ihres eigenen komponierten Stücks namens „Inner Scope“. Im Zusammenspiel mit dem SKO entsteht so ein dichtes, atmosphärisch eindringliches Gesamtkunstwerk. Das erste Festivalwochende beschließt das City of Birmin-gham Symphony Orchestra unter der Leitung von Mirga Gražinytė-Tyla, das seinen 100. Ge-burtstag im Rahmen einer Europatournee auch in Salzburg zelebriert.

Bei „Baroque meets Contemporary“ entfacht der Multipercussionist Christoph Sietzen mit zwei Werken von Bach in Bearbeitungen für Marimba zusammen mit dem L’Orfeo Barockorchester ein musikalisches Feuerwerk im Großen Saal (Mo 23.11.). Die Barock-Werke nehmen einen Dia-log mit zeitgenössischen Stücken von Georg Friedrich Haas und einer Uraufführung von Manuela Kerer auf. Das Quatuor Tchalik, die Gewinner des Internationalen Mozartwettbewerbs 2018, kommen mit einem belgisch-französischen Programm, das zwischen Romantik und Gegenwart changiert (Di 24.11.).

Schweizer Musik im Dialog

Das zweite Festivalwochenende segelt zum Großteil unter Schweizer Flagge. Hier entspinnen die DIALOGE einen Dialog mit eidgenössischen KünstlerInnen und KomponistInnen und ermögli-chen eine musikalische Leistungsschau mit Werken unseres Nachbarlandes. Salopp als einen Easy Listening-Abend der Neuen Musik könnte man das Konzert des Zürcher Kammerorchesters mit Werken von Philipp Glass, Arvo Pärt, Max Richter und Daniel Schnyders „Purple Haze“ beti-teln (Fr 27.11.). Sie haben mit ihrem Ensemble-Leiter und Stargeiger Daniel Hope wohl einen der bekanntesten, passioniertesten und umtriebigsten Musikvermittler an ihrer Seite. Danach ver-eint Bassbariton Douglas Williams bei seinem amerikanischen Late Night-Liederabend Stücke von Kurt Weill und Leonard Bernstein mit Klassikern von Cole Porter und einer Uraufführung des englischen Komponisten Ian Bell. Das Schweizer Klaviertrio spannt den Jubilar Beethoven mit zwei helvetischen Komponisten zusammen. Martin Schlumpfs „Zeitspuren“ parliert mit Beethovens Klaviertrio, hinzu gesellt sich eines der originellsten Klaviertrios aus der Feder eines Schweizer Komponisten, das Trio „sur des mélodies popoulaires irlandaises“ von Frank Martin (Sa 28.11.). Igor Strawinskys „Die Geschichte eines Soldaten“ erzählt das oenm zusammen mit der Schauspielerin Isabel Karajan, die dem Stück seit zehn Jahren eng verbunden ist und in alle drei Hauptrollen schlüpft. Die Late Night übernimmt das Duo BartolomeyBittmann – progressive strings vienna, die Rockstars der Streichmusik, mit ihrem unvergleichlichen energiegeladenen Genre-Ritt durch Klassik, Jazz, Singer-Songwriter und Folk.
Das DIALOGE-Festival endet traditionell mit Mozarts Requiem (So 29.11.). Bislang wurde Mo-zarts Meisterwerk in aller Opulenz zelebriert, 2020 gelangt die Fragmentfassung ohne Ergänzun-gen von fremder Hand zur Aufführung, in einer verkleinerten Besetzung von Camerata Salz-burg, dem Bachchor Salzburg unter der Leitung von Oscar Jockel und den SolistInnen Marie-Dominique Ryckmanns (Sopran), Patricia Nolz (Mezzosopran), Bryan Lopez Gonzales (Te-nor) und Douglas Williams (Bass). Die reduzierte Kammermusikfassung kommt den Corona-Vorgaben entgegen und versammelt nur 30 ProtagnonistInnen auf der Bühne. Hinzu gesellen sich noch zwei Uraufführungen von Klaus Lang und Oscar Jockel.

DIALOGE für die ganze Familie bietet Der Rattenfänger (So 22.11.). Die Koproduktion mit der Bayerischen Staatsoper München kehrt auf die Bühne des Marionettentheaters zurück. Der Rattenfänger ist ein unterhaltsames Musiktheater mit einer spielerisch gewitzten Ratten-Puppe, einem meisterhaften Klarinettisten und den Klängen von Igor Strawinsky, Béla Kovács und Jörg Widmann.

DIALOGE – klein, fein und außergewöhnlich

Die erfolgreichen DIALOGE-Formate, wie die musikalisch-kontemplative DIALOGE-Medita-tion in der Stiftskirche St. Peter, dieses Jahr mit dem Dirigenten und Cellisten Peter Tilling und MusikerInnen des Ensemble Risonanze Erranti, oder die delikaten Brunch-Konzerte werden weitergeführt. Das Konzertformat Ortswechsel vollzieht einen ebensolchen und geht ins Netz. Die kleinen aber feinen Festivalhäppchen, die die Jahre zuvor an verschiedenen öffentlichen Or-ten in der Stadt zu finden waren, werden vom Ensembles NAMES täglich um 14 Uhr online ser-viert. Das seit Jahren beliebte kostenlose Konzert-Format der Stiftung Mozarteum Orgel zu Mit-tag zieht ins DIALOGE-Programm ein, um die Propter Homines-Orgel vor dem Umbau des Pausenfoyers noch einmal in konzentrierter Form erklingen lassen zu können. Hannfried Lucke (Vizerektor und Professor für Orgel an der Uni Mozarteum) kuratiert die fünf Mini-Konzerte, die jeweils um die 30 Minuten dauern und abwechselnd zur Mittagszeit oder als Orgel am Nachmit-tag um 17.30 Uhr stattfinden, renommierte OrganistInnen setzen hier klassischen Orgelwerken zeitgenössische Klänge entgegen.
Insgesamt bietet das DIALOGE-Festival mit den diversen Formaten, wie u. a. den Orgelkonzer-ten, der Meditation, Ortswechsel oder den Talkrunden, an die 25 Konzerte zum freien Eintritt an. Diese können aufgrund der Corona-Sicherheitsmaßnahmen nur mit Zählkarten besucht werden, die im Kartenbüro der Stiftung Mozarteum erhältlich sind. Für die Gesundheit und einen unbe-schwerten Konzertbesuch wurde ein umfassendes Schutz- und Hygienekonzept erarbeitet, das sich an den Vorgaben der Regierung orientiert und laufend geprüft und angepasst wird.

Informationen zu den Tickets:
Die Einzelkarten liegen je nach Veranstaltung zwischen € 10 und € 75. Angeboten wird ein Wahl-abonnement mit sechs Konzerten mit 25 % Nachlass auf den Einzelkartenpreis. Junge Leute bis zum 26. Lebensjahr zahlen € 10 pro Veranstaltung. Beim Familienprogramm „Der Rattenfän-ger“ kosten die Karten für Erwachsene € 15 bzw. € 5 für Kinder und Jugendliche.
Kartenbestellungen:
Kartenbüro der Stiftung Mozarteum Salzburg
im Mozart-Wohnhaus
Theatergasse 2, 5020 Salzburg
Montag bis Freitag 10–13 Uhr
ab 1.11.2020 Montag bis Freitag 10–15 Uhr
während der DIALOGE auch zusätzlich Samstag und Sonntag 10–13 Uhr
Tel. +43 662 87 31 54
tickets@mozarteum.at
oder online www.dialoge-festival.at

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