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60 Jahre Deutsche Alpenstraße

© Gaschwald/stock.adobe.com

Ausflugsziele

60 Jahre Deutsche Alpenstraße

450 Kilometer, Kurven und Kultur: An der deutschen Alpenstraße passieren Fahrer an beinahe jeder Kurve eine andere kulturelle Sehenswürdigkeit. Das Panorama entlang der Strecke ist spektakulär. Die Deutsche Alpenstraße führt vom Bodensee zum Königssee, von Lindau bis Schönau.
Ehrwürdige Burgen, malerische Schlösser, alte Kirchen, Kapellen und Klöster – wer an der Deutschen Alpenstraße entlang fährt, passiert eine Sehenswürdigkeit nach der anderen. Die Besucher fahren durch urige Bergdörfer und historische Städte. Museen erzählen Geschichten, erzählen von Bräuchen. Satte Wiesen, grüne Wälder, sanfte Hügel, steile Berggipfel, schöne Täler und glitzernde Seen – an der deutschen Alpenstraße erleben Reisende die volle Schönheit des bayerischen Alpenlands.
Die Deutsche Alpenstraße gilt als älteste Ferienstraße Deutschlands. 1879 erschien ein Bericht über eine Reise des Königs Maximilian II aus dem Jahr 1858. Er besuchte Orte entlang der Route, die heute Sehenswürdigkeiten sind.
Sanitätsrat Dr. Knorz aus Prien am Chiemsee hatte Ende der 20er Jahre die Idee von einer Straße, quer durch die Alpen von Lindau bis Schönau. Das Projekt Deutsche Alpenstraße war geboren.
Wenig später 1932 ließ der Deutsche Touring Club erste Pläne ausarbeiten. Bauarbeiten standen an. Sechs Jahre nach dem ersten Bauabschnitt in Inzell, waren 1939 bereits die ersten 275 Kilometer
befahrbar. 1960 gab es, dann eine durchgängige Verbindung zwischen Boden- und Königssee.
Seither fahren Reisende mit dem Oldtimer, dem Cabriolet, dem Motorrad, dem Wohnmobil auf der Deutschen Alpenstraße, genießen Kilometer für Kilometer, Kurve um Kurve Kultur, bayerische Lebensart, Panorama. 2020 feiert die Deutsche Alpenstraße ihren 60 Geburtstag.
Der Routenverlauf ist in beiden Richtungen ausgeschildert. Auf dem Streckenabschnitt des Chiemsee-Alpenlandes, dem Chiemgau und dem Berchtesgadener Land erleben die Reisenden einige der schönsten Seiten der Deutschen Alpenstraße.
Einmalige Panoramablicke sind garantiert auf der Bergstraße vom Sudelfeld über den Tatzelwurm nach Oberaudorf. Über die Tatzelwurm Straße, deren Name auf das Fabeltier, das in der Schlucht nahe dem gleichnamigen Gasthof gelebt haben soll, zurück geht, geht es vorbei an den kaskadenartigen Tatzelwurm-Wasserfällen hinab ins rund 700 Meter tieferliegende Inntal nach Oberaudorf. Gurgelnd, rauschend, schäumend, sprühend – die Wasserfälle
gehen über zwei Felsstufen 95 Meter in die Tiefe. Von zwei Brücken aus, bewundern Reisende die Wassermassen.
Das Sudelfeldgebiet besticht durch die bezaubernde Almlandschaft. Wer will, kann die Berge zu Fuß erklimmen, alternativ den Sessellift nehmen auf den Erlebnis-Berg Hocheck mit einer Rodelbahn, einen Waldseilgarten, einen Sagenweg und den Oberaudorfer Flieger. Im Frühsommer locken die Musiktage Oberaudorf-Reisach. Den ganzen Sommer über geben Musikkapellen Standkonzerte.
Von Oberaudorf geht es weiter nach Flintsbach am Inn und nach Brannenburg. Am Fuße des Wendelsteins gelegen, sind beide Orte beliebte Domizile für Erholungs- und Aktivsuchende. Eine Zahnradbahn die Wendelsteinbahn führt auf den Berg. Über den Inn geht es weiter nach Nußdorf am Inn. Wenige Kilometer weiter erreichen die Fahrer Neubeuern mit dem Schloss Neubeuern. Nur über zwei Tore erreichen Besucher den Ort. Vom Markplatz aus haben die Besucher einen guten Rundumblick auf die prächtigen Häuser mit schmucken Balkonen und Erkern und Lüftlmalereien an den Fassaden. Die Route führt weiter nach Rohrdorf mit der spätgotischen Pfarrkirche Sankt Jakobus und dem denkmalgeschützten Pfarrhof. Durch eine herrliche Voralpenlandschaft geht es weiter in Richtung Frasdorf am Fuße des Samerbergs, ein Hochtal mit ausgewiesenen Naturschutzgebieten. Mit einem grandiosen Ausblick auf die Kampenwand gelangen die Fahrer weiter nach Aschau im Chiemgau mit dem Schloss Hohenaschau. Einen Blick von oben auf das Priental gibt es von der Spitze der Kampenwand, die zu Fuß oder mit der Kampenwandseilbahn zu erreichen ist.
Vorbei an Wiesen und Wäldern führt die Reisenden die Route weiter nach Bernau am Chiemsee. Von der Schiffsanlegestelle Bernau/Felden können Besucher die Herreninsel mit dem berühmten Schloss Herrenchiemsee von König Ludwig II. sowie die charmante Fraueninsel mit ihrem Kloster Frauenwörth besuchen. In Amerang lockt das EFA-Automobilmuseum Technikbegeisterte und Liebhaber von alten Autos. Das Museum zeigt historische Automobile und fahrzeugtechnische Highlights der Bundesrepublik – 220 deutsche Automobil-Klassiker aus allen Epochen. Oldtimerfreunde, die kein eigenes Gefährt besitzen, können tageweise ein Fahrzeug ausleihen oder an den „Fahrten für Jedermann“ teilnehmen.
Weiter geht es durch den Chiemgau. Von Bernau am Chiemsee aus führt die Route durch Rottau und Grassau. Auf halber Strecke liegt das Salz und Moor Museum im Klaushäusl. Das Museum zeigt die Geschichte der Soleleitung zwischen Rosenheim, Traunstein und Bad Reichenhall. Historiker zählen sie zu den ersten Pipelines der Welt.
An der Tiroler Ache entlang führt die Deutsche Alpenstraße weiter nach Marquartstein. Der Ort liegt an der Hochplatte, von deren Plateau aus, der Blick auf den Chiemsee und das Chiemgau einzigartig ist. Den Panoramablick sehen Wanderer aber auch jene, die mit der Hochplattenbahn auf die Bergspitze fahren.
Die Deutsche Alpenstraße führt weiter bergauf. Sie steigt an in Richtung Unter- und Oberwössen. Es geht hinauf auf den Maserer Pass. Talwärts geht es weiter nach Reit im Winkl.
Reit im Winkl ist klein, idyllisch. In dem Bergdorf lohnt es sich, zu verweilen. Alte Bauernhöfe mit Holzbalkonen mit Blumenschmuck, Kirchen, Kapellen, Felder und Wiesen – im südlichsten Eck Deutschlands lässt es sich urlauben. Der Hausberg der Reit im Winkler ist die Winklmoosalm. Aktive unternehmen eine Wanderung (erste Premiumwanderwege) oder gehen einen Klettersteig (erster Klettersteig im Chiemgau). Von der Winklmoosalm aus können sie mit der Nostalgie Sesselbahn zum Dürrnbachhorn fahren. Die Fahrt zeigt eindrucksvoll die Idylle der bayerischen und österreichischen Alpen mit Blick zum Alpenhauptkamm.
Von Reit im Winl aus geht es weiter durch das einzigartige Drei-Seen-Gebiet. Zwischen Rausch- und Unterberg fahren die Reisenden auf die Biathlonmetropole Ruhpolding zu. Weiter geht es vorbei am Holzknechtmuseum und dem Biathlonzentrum, der „Chiemgau Arena“ bis die Deutsche Alpenstraße fort führt nach Inzell, bekannt durch seine internationalen Eisschnelllaufveranstaltungen in der Max Aicher Arena.
Nachdem die Fahrer Inzell passiert haben, erreichen sie das Berchtesgadener Land mit seiner großartigen Berglandschaft. Die Deutsche Alpenstraße führt nach Weißbach. Weißbach bietet sich an für eine Wanderung in der Weißbachschlucht. Weiter geht es nach Schneizlreuth, bevor die Deutsche Alpenstraße dann ansteigt in Richtung Ramsau. Es empfiehlt sich eine Rast in der Kurstadt Bad Reichenhall einzulegen. Das Bayerische Staatsbad ist für seine Salz und die Sole-Kuranwendungen weltberühmt. In Bad Reichenhall lässt es sich durchatmen. Die Alpensole aus der Heilquelle stärkt die Atemwege und
die Abwehrkräfte. Die Kurmusikkonzerte im Königlichen
Kurgarten versprühen Lebenslust. Bad Reichenhall und das
benachbarte Bayerisch Gmain laden ein zu leichten Wanderungen oder steilen Bergtouren zu wundervollen Aussichtspunkten mit Blick auf dem Chiemsee, auf das gesamte Berchtesgadener Land oder auf das Salzburger Land. Die Spitze des Hausbergs Predigtstuhl lässt sich auch bequem mit der Predigtstuhlbahn erreichen.
Auf der Route über die Schwarzbachwacht eröffnet sich den Reisenden ein Blick auf die Reiteralpe, den Hochkalter und Watzmann. Im Bergsteigerdorf Ramsau ist ein Foto von der Pfarrkirche Sankt Sebastian, die 2012 ihr 500-jähriges Jubiläum grfeiert hat, ein Muss.
An der Wimbachklamm vorbei geht es weiter nach Berchtesgaden. Ein Besuch des historischen Ortskerns lohnt sich allemal. Auch das Salzbergwerk Berchtesgaden oder die Sommerrodelbahn am Obersalzberg sind einen Besuch wert. Wer es nicht eilig hat, den Königsee zu erreichen, der macht eine Schleife über die Rossfeld-Panoramastraße, die höchst gelegenste Panoramastraße Deutschlands. Das Plateau gewährt einen Blick auf das Salzburger Land.
Die Deutschen Alpenstraße endet schließlich am Königssee. Eine Fahrt mit dem Elektroboot entlang der steilen Felswände und
ihrem weltberühmten Königssee-Echo zur Wallfahrtskirche Sankt Bartholomä lohnt sich allemal. Das Naturerlebnis vor einer einzigartigen Bergkulisse hinterlässt einen bleibenden Eindruck, ist eine schöne finale Erinnerung an die Fahrt auf der ältesten Ferienstraße Deutschlands.

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